Das Katzenhaus-Projekt auf Rhodos

AM  07.08.2021

 

 

Liebe flying cats-Freunde, 

 

Siga, Siga (langsam, langsam) nimmt das Projekt "Katzenhäuser für die Streuner" Formen an.

 

Endlich wurden sie geliefert – nach weiteren 2 Wochen hatten wir dann auch die Aufkleber zum kennzeichnen auf der Insel und unsere liebe Tierschutzfreundin Satu ist in das Lager des Händlers gefahren um sie für uns zu bekleben.

Dickes Danke für die Hilfe :)

 

Nun wurden sie von der Stadt abgeholt und in das eigene Lager gefahren. Eine Liste, wo man wieviel der Häuser aufstellen sollte haben wir an die Mitarbeiter weitergegeben, mit denen wir nun in engem Austausch stehen. Aufgrund der aktuellen Hitzewelle ist es derzeit nicht eilig die Häuser fertig zu stellen.

 

Es wird nun gerade nach der besten Möglichkeit gesucht wie die Häuser auf Paletten oder Platten in kleinen Gruppen sicher fixiert werden können, damit sie nicht einfach so entfernt werden können. Denn es gibt immer wieder Menschen, die den Tieren schaden wollen – immer und überall.

 

Für uns ist auch klar, dass sie nur an betreuten Plätzen aufgestellt werden, wo täglich die einheimischen Tierschützer einen Blick drauf haben.

 

Ich kann mir vorstellen, dass unsere Spender für dieses Projekt schon auf Neuigkeiten gewartet haben, darum hier nun ein paar Bilder.

 

Danke an alle die uns geholfen haben die ersten 30 Häuser zu beschaffen!

 

 

 

LG Andrea Wegner

 



Neues von der "Kastra-Front" auf Rhodos

AM  07.08.2021

 

 

Liebe flying cats-Freunde, 

 

auch im Juli wurde natürlich wieder fleißig kastriert! Die Zahlen sind folgende:

 

KATZEN = 112

KATER = 39

 

dazu kommen noch 3 Zahn-OP's.

 

 

LG Andrea Wegner

und das flying cats-Team



Die Geschichte von Maui ...

AM  31.07.2021 

 

... oder wie uns Katzen manchmal sagen, dass wir sie falsch verstanden haben.

 

Ende des Jahres 2019, bekam ich von einem unserer Tierschutzpartner Fotos von mehreren Katzen die auf einer Art Bauernhof auf Rhodos mit sehr vielen anderen Katzen lebten. (Foto1)

Alle Katzen dort kamen irgendwann krank, zu klein, verletzt ect. auf verschiedenen Wegen zu ihnen und werden dort gut versorgt, aber dennoch müssen manchmal welche vermittelt werden, denn auch dieser Platz ist begrenzt und sonst können keine neuen Notfälle aufgenommen werden. Im Laufe der Jahre haben wir schon einige von dort gut vermitteln können und so nahmen wir diese Katzen in die Vermittlung auf. Drei von ihnen hatten schnell ihre Besitzer gefunden. Maui, war der letzte der noch keine Interessenten hatte. Dann endlich Ende 2020 kam ein Anruf für ihn.

 

Anhand der Beschreibung unserer Tierschützerin, war es der perfekte Platz für ihn. Sie kannte ihn gut und war sicher, er wäre froh endlich allein einen Platz für sich zu haben, denn eigentlich war der 2jährige Kater gern für sich und unter all den anderen hatte es oft den Anschein, dass es ihm zuviel war. Maui hat eine Sehbehinderung aber er ist ein sehr verschmuster Kerl, der sich bestimmt freuen würde, wenn er eine eigene Familie hätte.

So wurde alles in die Wege geleitet, allerdings coronabedingt sollte es noch Monate dauern, bis ein Flug gefunden war. Seine neue Familie war sehr geduldig und hätten sich sogar selbst auf den Weg gemacht, wenn sich keiner gefunden hätte. Aber dann gab es im Mai die Gelegenheit, dass er endlich ausreisen konnte. Vorher aber wurde Maui zum Tierarzt gebracht um nochmal einen Gesundheitscheck zu machen zu lassen – so wie immer wenn Tiere ausfliegen. Selbst der Tierarzt war überrascht wie unglaublich relaxt er ist. Maui war soweit gesund, aber sein Blutcheck ergab dann leider „FIV positiv“.

 

Nachdem ich die nicht so schöne Nachricht den neuen Haltern überbracht hatte, die Bedingungen aber dort passend waren, weil er ja Einzelkatze sein würde und es dazu einen gesicherten Garten gab, zögerten die Menschen nicht und sagten er dürfe natürlich trotzdem kommen. Wir freuten uns alle sehr für den lieben Katermann. Sein Blutwerte und Zähne und sein allgemeiner Zustand waren ausgezeichnet. Die letzten Wochen wohnte er dann auch Zuhause bei der Tierschützerin und nicht mehr auf dem Hof. Dort fühlte er sich dann auch sehr wohl.

 

Sein großer Tag kam und die Reise verlief problemlos, auch wenn er natürlich etwas gestresst war. Auf der Heimfahrt im Auto gab er schon Köpfchen (Foto 4) und dann endlich konnte er seine Box verlassen und alles erkunden. Doch damit veränderte sich dann alles...

 

Er war total unruhig und schrie die ganze Nacht. Auch am nächsten Tag zeigte er seine Unsicherheit in der neuen Umgebung und bis auf wenige Stunden, wo er erschöpft schlief, maunzte er die ganze Zeit. Er fraß gut, er ging aufs Klo, er nutzte auch die für ihn angeschafften Katzenmöbel aber er saß fast nur am Fenster, rief und maunzte weiter und er sah dort andere Katzen und er wollte unbedingt raus zu ihnen. (Foto 2) Das war allerdings nicht möglich. Erstens war nicht vorgesehen dass er Freigang bekommen sollte und zweitens waren die Nachbarkatzen sehr dominant und agressiv und er hätte als neuer keine Chance gehabt.

 

Zusammen mit den Haltern tauschten wir viele Tipps aus und dachten alle, er braucht eben Zeit und egal wie lange es dauern sollte, sie waren bereit ihm diese Zeit zu geben und das laute Maunzen zu ertragen... Tag und Nacht... 

Die Wochen vergingen, aber bis auf wenige Ausnahmetage, (Foto 3) wo wir dachten, jetzt kommt die Wende, wurde es nicht besser. Maui wurde einfach sichtlich immer unglücklicher und wir ahnten nun langsam, dass ihm auch der inzwischen völlig gesicherte Garten nicht reichen würde. Er versuchte sogar auch dort Lücken zu finden um evtl. doch noch den Weg in die Freiheit zu finden, wo die anderen Katzen waren, denn er zeigte immer mehr, dass er doch seine Katzenkumpel vermisste.

 

Die Option eine zweite Katze dazu zu holen, kam natürlich auch auf, aber leider zeigten Mauis neue Halter Anzeichen einer Katzenallergie und sie waren sich einig, dass sie Maui deswegen nicht abgeben würden, aber weitere Katzen kamen daher einfach nicht in Frage. Dann kam der Moment, wo uns allen gemeinsam klar wurde, dass wir nun handeln müssen um schlimmeres zu verhindern. Wir wollten nicht, dass Maui noch mehr leiden musste. Emotional war die Entscheidung unglaublich schwer für Mauis neue Familie, die ihn trotz allem in den vergangenen 6 Wochen so ins Herz geschlossen hatten. Er war ja ein toller Kater, der kein besseres Zuhause und keine besseren Menschen hätte finden können, aber er sagte ganz deutlich: "das ist nicht das, was ich brauche".

 

So mussten wir uns eingestehen, dass es für ihn das Beste ist, dieses tolle Zuhause wieder zu verlassen. Zum großen Glück, erklärte sich eine unserer Pflegestellen bereit Maui schnell aufzunehmen und so kam er dann dort an. Seine Autofahrt war ruhig und entspannt, als würde er sagen, "na endlich habt ihr es kapiert nun macht es aber bitte diesmal richtig".

Seine Lieblings-Kratztonne kam auch mit und so konnte er erstmal in Ruhe ankommen und das tat er auch. Natürlch maunzte Maui auch dort noch, aber er merkte auch schnell, dass er dort wenn er wollte runter gehen kann um die dortigen Hauskatzen kennenzulernen und nach und nach tat er das auch und erstaunlicherweise hatte auch der Chefkater im Haus nichts gegen ihn und liess ihn gewähren. Selbst mit dem Hund kam Maui gut zurecht und sein maunzen wird nun immer weniger. Er hat sich zum "Leidwesen" ;)) der Pflegestelle so gut integriert, dass diese nun beschlossen hat, Maui muss nicht nochmal umziehen. Er darf als Dauerpflegekatze bleiben. (Foto 5+6)

 

Das Fazit dieser Geschichte ist, dass egal wie lange man schon Tiere vermittelt und wie sicher man sich ist, das richtige Zuhause gefunden zu haben, man immer noch damit rechnen muss, dass einer unserer Schützlinge andere Pläne hat und man immer bereit sein muss für sie da zu sein. Da wir Maui nun dauerhaft unterstützen, er besonders gutes Futter sowie immer wieder mal eine Immunsystem stimulierende Behandlung bekommen soll würden wir uns über Patenschaften für den lieben Kerl freuen.

Wer ihn unterstützen möchte, kann das mit Verwendung Maui gern auf unser Pay Pal- oder Vereinskonto tun.

 

Nun fragen sich bestimmt einige Leser, wie kann man denn einen FIV positiven Kater mit den gesunden Katzen mitlaufen lassen? Dazu kann ich sagen, dass es mittlerweile überholt ist, dass FIV positive Katzen ihr Leben in Einzelhaft verbringen müssen. Die Gefahr einer Übertragung in einer harmonischen Katzengruppe ist so gut wie nicht vorhanden. Das Virus überträgt sich durch den Speichel des infizierten Tieres, wenn es in den Blutkreislauf des gesunden Tieres gelangt. Das bedeutet, bei richtigen Beißereien, oder beim Deckakt von Kater auf Katze (durch den Nackenbiss) besteht diese Gefahr, aber nicht über Fressnäpfe z.B. denn das Virus ist in der Außenwelt nur Sekunden überlebensfähig.

Leben also FIV positive – natürlich kastrierte! – Katzen harmonisch mit nicht FIV positiven Katzen zusammen, wird das nicht passieren.

Da es aber bei Freigängern nicht auszuschließen ist, dass dort auch mal mit anderen Katzen gekämpft wird, können diese Tiere keinen uneingeschränkten Freigang bekommen. Wer mehr darüber wissen möchte, kann dies z. B. hier auf unserer Seite nachlesen und einfach auf den oberen Button klicken oder unter den anderen genannten Links nachschauen.

 

 

Andrea Wegner



Update Beba – tapfer kämpft sie um ihre beine

AM  13.07.2021

 

 

Liebe flying cats-Freunde, 

 

es gibt endlich Neuigkeiten von Beba. Am 10.6. wurde das erste Bein operiert. Es war eine schwierige OP aber sie hat es gut überstanden. Beba musste sich nun erstmal davon erholen und das Bein musste abschwellen. Sie hat aber brav ihre Medikamente genommen und auch gefressen.

Am 26.6. wurde dann das andere noch schlimmere Bein operiert. Es war eine Herausforderung für die Ärzte und sie haben alles gegeben. Der Knochen musste gekürzt werden um ihn wieder in Position zu bringen. Auch am zuerst operierten Bein, wurde nochmal etwas nachoperiert. Am Abend kam dann die Nachricht, dass Beba es wieder gut überstanden hat und man abwarten muss, ob es erfolgreich war. 

 

Erleichterung bei allen Beteiligten ... aber auch nur verhalten, denn diese Katze muss noch jede Menge Hürden nehmen und es wird ein langer Weg, von dem man noch nicht weiß, welche Steine dort noch im Weg liegen. Beba ist zur Versorgung bei der Ärztin Ines Zuhause und so kam am nächsten Morgen die Nachricht die uns dann wirklich sehr froh machte:

Beba steht zum ersten mal auf allen Beinen und frisst!

 

Unbeschreiblich dieses Glücksgefühl wohl wissend, dass es noch nicht überstanden ist, aber dennoch so großartig wie Beba das alles macht und so dankbar, den Ärzten Ines und Kollegen, die das vollbracht haben.

Wer Bebas Behandlung unterstützen möchte, der kann das gern über Paypal und Spendenkonto tun. Wir sind für jeden Taler dankbar, der uns hilft die Rechnungen zu bezahlen.

Danke an alle die uns helfen, dass wir solche Einzelschicksale nicht im Stich lassen müssen.

 

LG Andrea Wegner und das flying cats-Team




Die verspäteten NEWS des Monats Juni ...

AM  05.07.2021

 

 

Liebe Mitglieder und Freunde,

 

es wird mal wieder Zeit für ein paar neue Nachrichten. Nach dem endlosen Winter und allen Widrigkeiten wegen der Pandemie, mit der wir ja alle zu tun haben, geht es nun doch langsam wieder los mit Flügen und wir freuen uns darüber, dass über den Sommer doch alle unsere Pfleglinge nach und nach kommen können. 

Zumindest hoffen wir auf weniger Stornierungen und Änderungen als bisher... das die Katzen im Hobbiton nicht wie gewohnt ab und zu mal Besuch von Flugpaten oder Mitgliedern bekommen konnten, merken wir doch sehr, wenn sie hier in den Pflegestellen ankommen. Sie kennen ja nur Werner Arenz, der sie immernoch betreut und sind dadurch doch um einiges gestresster und ängstlicher mit allem neuen als zuvor. Bis auf wenige brauchen sie einfach etwas Geduld und Zeit, bis sie in ein neues Zuhause umziehen können.

Wir hoffen, auch dort werden bald wieder mehr Freunde und Bekannte hinfliegen können. Inzwischen sind leider auch wieder etliche Kitten dort in die Obhut gekommen, die ausgesetzt wurden und einige verletzte mussten versorgt werden und werden hier in Deutschland operiert, was viel Planung, Nerven und Geld kostet, aber unumgänglich ist.

 

Durch unsere zuverlässigen Mitglieder und Paten war es uns aber immer möglich das Hobbiton weiter zu unterstützen, wofür ich von Herzen Danke sage!

 

Auf Rhodos wurde fleißig weiter kastriert und so konnten mit unseren Tierarztpartnern vor Ort monatlich immer 150-200 Katzen kastriert werden.

Das Projekt mit den privaten Hundekastrationen, welches wir ins Leben gerufen haben läuft erst schleppend an, aber wir freuen uns auch über jeden einzelnen Hund, der gebracht wird. Ich konnte selber sehen, dass wieder sehr viele Welpen bei den Organisationen in Pflege waren und hoffe sehr, dass das Projekt noch bekannter wird.

Derzeit haben wir insgesammt 19 Kitten im Alter von 7-9 Wochen in verschiedenen Pflegestellen auf der Insel. Alles ausgesetzte kleine Seelchen die sich aber gut entwickeln und die im Sommer ein Zuhause suchen.

 

Das Projekt Katzenhäuser für die Stadtkatzen von Rhodos gestaltet sich auch schwierig, denn die Firma wo wir sie bestellen meldet sich nicht zurück und wir haben nun 30 kleine und 25 grosse über einen Futterhändler bestellt, aber auch da gibt es anscheinend Lieferprobleme. Eigentlich sollten sie schon längst da sein und wir wollten sie schon aufgestellt haben, aber leider verzögert sich alles, auch der geplante Termin mit der zuständigen Tierschutzbeauftragten von Rhodos... griechisch eben ...! Wir bleiben dran und hoffen, dass wir bald Bilder schicken können, von den ersten von Ihnen gespendeten aufgestellten Häuschen.

 

Sie sehen, es gab auch im ersten Halbjahr der Pandemie keinen Grund sich zurückzulehnen, denn das Tierleid steht nicht still. Wir hoffen, es geht Ihnen allen gut und wünschen einen schönen Sommer.

 

Im Anhang ein paar Impressionen von unseren Schützlingen.

 

LG Andrea Wegner und das flying cats Team



Wenn's kommt, dann Kommt's dicke!

AM  04.07.2021

 

 

In den letzten 3 Wochen hatten wir gleich 3 Katzen, die dringend eine grössere OP benötigten. Die erste Nachricht kam aus Fuerteventura:

Eine Unfallkatze, vom Besitzer in der Klinik abgegeben und kein Geld für die OP, also wollte er sie nicht mehr. Tinka musste im Hobbiton wochenlang in einem Käfig ruhiggestellt werden, weil die dortige Klinik nicht die richtigen Schrauben für die nötige Bein-OP vorrätig hatte.

Davon erfuhren wir leider erst später. Jedenfalls, als es dann soweit war, wurde das Bein dort so verpfuscht, dass wir sie kurzentschlossen nach Deutschland ausgeflogen haben, damit sie in hier vorgestellt werden kann. Das Bein war nicht zu retten und somit wurde es amputiert. Das es teuer werden wird, war uns klar, aber es gab ja keine andere Wahl.

Tinka ging es sofort nach OP gut und sie kommt prima mit 3 Beinen in ihrer Pflegestelle zurecht. Wir denken, sie hat das erste mal seit Monaten keine Schmerzen mehr und Dank eines langjährigen Mitglieds, konnten wir die rund 1200 € Rechnung bezahlen... was wären wir ohne Sie? Danke!! :) 

 

Nur kurz darauf eine neue Hiobsbotschaft: Eine kürzlich vermittelte Katze fing an zu humpeln und soll laut dem Tierarzt in Deutschland eine "Patella Luxation" haben. (Die Kniescheibe springt immer wieder aus der Halterung, wodurch meist Gelenkkapsel und Band reißen). OP natürlich unumgänglich und finanziell im gleichen Bereich wie beim ersten Fall :( Dazu muss ich sagen, es ist äußert selten, dass bei Katzen sowas vorkommt und wir es auch in 25 Jahren noch nie hatten – bei Hunden hört man das schon öfter mal.

Wir beschlossen, Tamara zu uns zurück zu holen um das ganze selbst zu regeln. Wir sind noch nicht sicher, ob es das tatsächlich ist und werden das nochmal prüfen lassen aber Dank der Hilfe der Ärztin Ines vom Tierärztepool, werden wir die kleine Katze Ende Juni zu ihr in die Praxis bringen und wenn diese OP tatsächlich nötig ist, wird sie die auch durchführen.

 

Dafür sind wir sehr dankbar und auch dafür, dass die jetzige Pflegestelle von Tamara sofort bereit war, sie die rund 240 km zu fahren und auch nach ein paar Tagen wieder abzuholen... was wären wir nur, ohne unsere immer bereiten Pflegestellen?? Danke!! :)

 

... und wie war das? Aller guten (und offenbar auch schlechten Dinge ) sind drei? Während ich noch mit Ines wegen dieser Katze versuchte eine Lösung zu finden, kam der nächste Fall um die Ecke: Bei unserer Tierschutzfreundin auf Rhodos wurde eine ihrer am Haus lebenden Katzen schwer verletzt und hatte sich vermutlich ein Bein gebrochen. Durch eine Fehldiagnose saß auch sie ruhiggestellt in einem Käfig, weil man darauf hoffte, dass es so zusammenwächst.

 

Als ich vor Ort war, fragte sie mich, ob ich evtl. diese Katze mit nach Deutschland nehmen könnte, denn sie vermutet, dass die Katze, nachdem alles zusammengewachsen ist, Probleme beim Laufen haben wird und nicht mehr draußen leben kann. Wir ließen ein Röntgenbild machen, um zu wissen, ob das tatsächlich so bleiben kann.

 

Aber mit diesem Ausmaß an Brüchen hatte sie wohl nicht gerechnet. Das Röntgenbild zeigte ein einziges Desaster (siehe Bilder li.)! Fest stand: Ohne OP würde Katze Beba nicht mehr weiterleben können. Leider war seit dem Unfall schon viel Zeit vergangen!

Der Zeitpunkt ist in so einem Fall extrem wichtig, weil sich (laienhaft ausgedrückt) täglich mehr Gewebe um den Bruch entwickelt und die Muskulatur schwinden lässt.

 

Nach erneuter Absprache mit Ines, wollte sie auch dieser Katze helfen, aber es war nun Eile geboten, um sie so schnell es geht auszufliegen. Zum Glück flog eine Tierschutzfreundin eines anderen Vereins ein paar Tage später in die Richtung wo sich die Praxis befand, in der Beba operiert werden sollte.

 Also schnell die Box gebucht und alles vorbereitet. Wieder kam uns ein Mitglied zur Hilfe und erklärte sich bereit, die Katze am Flughafen abzuholen und in die Praxis zu fahre... Ich wiederhole es auch gerne noch zum dritten Mal: Was wären wir ohne euch?

 

Beba wurde sofort am nächsten Tag am ersten Bein operiert. Es war wie zu erwarten äußerst schwierig und die Ärzte haben alles gegeben. Beba erholt sich nun von der ersten OP. Die zweite, noch schwierigere OP am anderen Bein, soll möglichst noch in diesem Monat stattfinden. Wir wissen noch nicht, ob es ein Erfolg wird und ob sie irgendwann wieder laufen wird aber wir wissen, dass wir sie in die besten OP Hände gegeben haben und es noch ein langer Weg wird. Wir hoffen und bangen mit ihr.

 

 

Andrea Wegner

und das flying cats-Team


Die kleine TINKA ...

... und die kleine BEBA