Hilfe für Broc



Naja – und so sieht sie in etwa aus: Die Räude- oder Grabmilbe. Das Foto ist allerdings ein Makroaufnahme, denn der Parasit ist nur zwischen 0,3 und 0,5 mm "groß". 

 

Als erstes werden die Bereiche befallen, wo die Haut nur sehr dünnschichtig ist – wie eben im Gesicht, an den Ohren und um die Augen etc. Darum wird es bei Katzen  oft "Kopfräude" genannt, breitet sich aber in Kürze auch schnell über Pfoten, Gelenkbereiche und schließlich auf dem ganzen Körper aus. Unbehandelt führt der Befall zum Tod, da die Katzen unter dem Befall stark abbauen und das Fressen einstellen. Außerdem ist der Juckreiz so stark, dass die befallenen Tiere dazu neigen, sich selbst zu verstümmeln und schlimm zu verletzen und die offenen Hautstellen ein prima Nährboden für Keime sind, die für gefährliche Infektionen oder sogar zu einer Blutvergiftung sorgen können. Man sieht das ja auch gut bei unserem Broc: weil der Juckreiz so stark war, hat er sich die Ohren durch das ständige Kratzen ganz zerfleddert.

Die Behandlung mit speziellen Mitteln wie Puder, Bäder, Cremes, Spot on-Produkte und einiges mehr muss konsequent durchgeführt werden. Und wer seine Katze schon mal versucht hat zu baden, kann sich in etwa vorstellen, wie der Aufwand dabei ist – mal abgesehen, dass man die Katze ständig anfassen muss und irgendwie die die Medikamente auftragen muss. Das dürfte schon bei einer Katze schwierig werden, die einem vertraut (zumindest bis dahin vertraut hat ...) aber Broc ist keine Hauskatze und sehr scheu, was zusätzlich für ihn noch eine unheimlich große Belastung ist.

Ach ja, und ganz nebenbei können die Milben auch auf den Menschen übergehen, sich aber nicht dauerhaft halten. Trotzdem führen sie zu einem mehr oder weniger starken Juckreiz, der auch "Pseudokrätze" genannt wird.